|
Stufenlinsenscheinwerfer |
|
| zur Homepage | ein REICHE & VOGEL - Service |
Plankonvex- und Stufenlinsenscheinwerfer
Das optische System und dessen Wirkungsweise ist bei Stufenlinsenscheinwerfern
das Selbe wie bei Plankonvexlinsenscheinwerfern. Deshalb wird zuerst der
Plankonvexlinsenscheinwerfer, oft auch PC genannt beschrieben und erläutert.
Anschließend wird die Stufenlinse erklärt.
Das optische System beider Scheinwerferarten besteht aus einer Lichtquelle, einem Spiegel und einer Linse. Deren Mittelpunkte müssen auf einer gemeinsamen optischen Achse liegen. Im Normalfall ist der Spiegel ein Kugelspiegel.
PlankonvexlinsenscheinwerferAnimation des Strahlenganges von der Spot- bis zur Floodstellung und zurück.
![]() |
Zunächst sollte jedoch die Lichtquelle betrachtet werden.
Zuerst
wird eine ideale Lichtquelle dargestellt. Diese ist unendlich klein, also punktförmig und strahlt nach allen Richtungen gleichmäßig Licht ab. Von der Seite oder von oben betrachtet ergibt sich immer die selbe Lichtverteilung. Im weiteren Verlauf werden sie Strahlen nicht mehr als Pfeile, sonder nur als Linien dargestellt. |
Es ergibt sich nun zum Beispiel folgendes Bild:
Vom Spiegel wird ein größerer Winkel als von der Linse erfaßt.
Wirksam wird jedoch nur der Winkel von der Linse. Im Spiegel werden die
Strahlen in sich reflektiert, so daß am Spiegel ebenfalls nur der
Winkel der Linse wirksam wird.
Das restliche Licht geht verloren. Je weiter sich der Spiegel mit der
Lichtquelle von der Linse entfernt, desto weniger Licht wird erfaßt
und geht durch die Linse. Umgekehrt gilt auch, je dichter der Spiegel mit
Lichtquelle an die Linse gefahren wird, desto mehr Licht wird erfaßt
und der Wirkungsgrad steigt.
Der Verlustwinkel kann auch folgendermaßen dargestellt werden:
Üblicherweise werden nur die wirksamen Strahlen dargestellt, so daß dem Betrachter die Wirkungsweise des optischen Systems leichter sichtbar wird. Allerdings wird der Verlust im Strahlengang nicht mehr sichtbar!
Beispiel:
Der Verlustwinkel wirkt sich in Wirklichkeit nicht so stark aus, wie es sich aus den bisherigen Abbildungen ergibt. Bislang wurde von einer nach allen Richtungen gleichstarken Lichtabstrahlung der Lichtquelle ausgegangen. Reale Lichtquellen verhalten sich anderst. Eine Halogenlampe mit Mono- oder Biplanwendel strahlt das meiste Licht senkrecht zur Wendelfläche ab. Bei einem senkrechten Schnitt durch die Lampe würde dies etwa so aussehen:
Es ist zu sehen, daß sich der Bereich des Verlustwinkels des Scheinwerfers mit dem Bereich der Lampe deckt, in dem auch am wenigsten Licht abgestrahlt wird, Allerdings nur, wenn die richtige Lampe verwendet wird.
Der Zusammenhang von Spiegel, Spiegelsysteme und Lichtquelle wird an anderer Stelle noch erläutert.
Da die Lampe immer im Mittelpunkt - nicht im Brennpunkt - des Kugelspiegels steht, wird auch das vom Spiegel reflektierte Licht zur Linse gelenkt, mit der Wirkung, daß sich das direkt von der Lichtquelle zur Linse gestrahlte Licht verstärkt.
Je größer das Verhältnis Spiegeldurchmesser/Wendeldiagonale ist, desto besser wird das Licht vom Spiegel zum Spiegelmittelpunkt reflektiert und gleichzeitig wird das System unempfindlicher.
Der Spiegel wirkt wie eine Linse, er kann ein Bild vergrößern
und verkleinern und auch gleich groß Abbilden. Die Brennweite f eines
Spiegel ist der halbe Krümmungsradius. f = 1/2 r.
| Anmerkung: | Häufig ist die Meinung vertreten, der Mittelpunkt des Kreises wäre auch der Brennpunkt. Das ist falsch, der Brennpunkt ist genau zwischen Spiegelfläche und dem Mittelpunkt. Siehe auch Spiegel. |
Da die Lampe im Mittelpunkt ist, ist sie gleichzeitig 2 Brennweiten von der Spiegeloberfläche entfernt. Daraus ergibt sich, daß sich das Lampenwendel in sich selber im Maßstab 1:1 abbildet, jedoch seitenverkehrt. Dies kann zum Einstellen des Scheinwerfers benutzt werden. Dazu wird die Lampe mit dem Spiegel in die Brennweite der Lampe verstellt; Spiegel und Lampe bilden sich im Unendlichen und wegen der Schärfentiefe auch in endlicher Entfernung ab. Außer der Lampe sind auch 2 Wendelabbildungen sichtbar. Eines davon ist hell und scharf abgebildet, das andere etwas unscharf, nicht ganz so hell. Das helle und scharfe Bild ist die direkte Abbildung des Wendels durch die Linse. Das etwas unscharfe Wendelbild ist die Abbildung von dem durch den Spiegel erzeugten Wendelbild. Dieses Bild kann größer, gleich groß oder kleiner sein als das helle Bild, es kann sich auch an einer anderen Stelle befinden. Dies hängt davon ab, wie das Gerät eingestellt ist. Beim richtig eingestellten Gerät müssen beide Bilder gleich groß und übereinander liegen. Entweder ist der Spiegel oder es ist die Lampe zu verstellen.
Folgende Schritte sind erforderlich:
Bei der Abbildung des Wendels im Bereich der Lampe entsteht eine große
Hitze. Theater- und Studiolampen sind so gebaut, daß sie diese bei
richtig eingestelltem Gerät aushalten. Das Wendel muß sich also
nicht nur wegen der Helligkeit, sondern auch wegen der Hitze in sich selber
abbilden. Bei einer falsch eingestellten Lampe, wenn sie zum Beispiel zu
hoch im Gerät steht, bildet sich das Wendel auf dem Lampensockel ab
und erhitzt diesen, bis die Lampe zerstört ist.
Auch die Linsenabmessungen und -eigenschaften wirken sich auf das Licht des Scheinwerfers aus. Ähnlich wie beim Spiegel ist das Verhältnis Linsendurchmesser/Wendeldiagonale ein wesentliches Merkmal. Je größer dieses Verhältnis ist, desto mehr nähert sich die Lichtquelle der idealen Lichtquelle mit dem Durchmesser 0 und das Gerät streut weniger Licht.
Darüber hinaus ist die Brennweite f bzw. die Schnittweite s für die Güte des Lichtes entscheidend. Je größer die Brennweite ist, desto enger und besser läßt sich das Gerät fokussieren. Einzelheiten werden unter Linsen erläutert.
Steht die Lampe mit dem Spiegel im Brennpunkt der Linse wird das Lampenwendel
im Unendlichen abgebildet, es ergibt sich ein sehr enger Lichtkegel. Es
ist der engste Lichtkegel, den das Gerät ermöglicht. wegen der
Schärfentiefe wird das Wendel schon abgebildet. Um diese Abbildung
zu vermeiden kann in das Gerät ein Weichzeichner eingesetzt werden,
der die Lichtstrahlen etwas diffus macht, so daß die Abbildung verschwindet.
REICHE & VOGEL empfiehlt und liefert dazu einen Weichzeichner aus Glas,
da dieser mehr Licht durchläßt als ein Weichzeichner aus Kunststoff.
Der Weichzeichner kann bei streuender Einstellung des Gerätes herausgenommen
werden, da in diesem Betriebszustand das Wendel nicht mehr abgebildet wird
und sich ein homogenes Licht einstellt. Dadurch wird eine optimale Lichtausbeute
erzielt.
Einige Hersteller verwenden Plankonvexlinsen deren Rückseite wie
ein Weichzeichner aufgerauht oder mit einem bestimmten Muster versehen
ist, um den selben Effekt zu erzielen. Auch diese Linsen vernichten ähnlich
wie ein Weichzeichner aus Glas Licht. Allerdings wirkt diese Rückseite
auch bei streuendem Licht, so daß in diesem Betriebszustand nicht
das optimale Licht erzielt werden kann. Zu guter Letzt sind auch noch Geräte
auf dem Markt, bei denen sich die Lampe nicht bis zum Brennpunkt verschieben
läßt. Diese Geräte benötigen deshalb auch keinen Weichzeichner.
Sie haben jedoch den Nachteil, daß sich das Licht nicht richtig eng
einstellen läßt bzw. nicht so eng, wie es möglich wäre.
Der Vorteil besteht in einem kürzeren Gerät.
Hier sei gleich erwähnt, daß Stufenlinsen für Theater-
und Studioanwendungen immer eine strukturierte Rückseite haben. Die
Anwendungsentfernung dieser Geräte ist relativ kurz und weil die Brennweite
gemessen am Linsendurchmesser ebenfalls gering ist, ist dies erforderlich
um ein homogenes Licht zu erhalten. Derartige Stufenlinsenscheinwerfer
ermöglichen keinen so engen Lichtkegel wie Plankonvexlinsenscheinwerfer.
Wird die Lampe vom Brennpunkt aus zur Linse hin verschoben öffnet sich der Lichtkegel und er wird immer größer, bis das Maximum erreicht ist. Ganz zum Schluß werden die Lichtstrahlen so extrem gebrochen, daß der Lichtkegel im Innern wieder etwas dunkler wird als am Rand.
Würde die Lampe über die Brennweite hinaus verschoben, würde sich das Lampenwendel vergrößert abbilden, der Wirkungsgrad würde immer schlechter.
Mit den folgenden Zeichnungen werden einige Merkmale bei idealer Lichtquelle
dargestellt:
Darstellung mit einem realen Wendel:
Der Plankonvexlinsenscheinwerfer ist das universale Gerät für Theater, ob groß oder ob klein, weil mit ihm enge, kleine Flächen und auch große Flächen ausgeleuchtet werden können. REICHE & VOGEL Geräte werden grundsätzlich mit axial drehbaren Vierfachlichtblenden ausgeliefert, so daß auch der Lichtkegel des Scheinwerfers in seinen Konturen verändern läßt. Dieser Gerätetyp gehört deshalb zur Grundausstatttung einer Bühne.
Stufenlinsenscheinwerfer
Der Stufenlinsenscheinwerfer hat anstelle einer Plankonvexlinse eine
Stufenlinse. Ansonsten verhält sich das System gleich. Eine Plankonvexlinse
mit großem Durchmesser und relativ kurzer Brennweite bzw. Schnittweite
würde sehr dickbauchig, damit schwer und ziemlich teuer werden. Weil
Stufenlinsen in etwas dünne Scheiben darstellen lassen sie sich gleichmäßiger
erhitzen und abkühlen, sie halten im Scheinwerfer höhere Temperaturen
aus. Deshalb werden Stufenlinsen eingesetzt.
Einer Stufenlinse liegt folgender Gedanke zugrunde:
Der Stufenlinsenscheinwerfer wird hauptsächlich in Studios und beim Fernsehen verwendet. Im Normalfall sind die Entfernungen zum auszuleuchtenden Gegenstand geringer als beim Theater. Das Streulicht der Linse ist unbedenklich.
Zusammenfassung
REICHE & VOGEL
Bühnenscheinwerfer als Beispiele:
Systembedingte Vorzüge:
Weitere Merkmale der Bühnenausführung:
| 650 Watt
L650MS STL650MS |
1000 bzw. 1200 Watt
L1200MS STL1200MS |
2000 Watt
L2000MS STL2000MS |
2000 bzw. 2500 Watt
L2500MS STL2500MS |
5000 Watt
auf Anfrage |
Stufenlinsenscheinwerfer für
Film- und Fernsehbetriebe als Beispiele:
Diese Gerätereihe ist für die Verwendung bei Film- und Fernsehbetriebe
optimiert.
Stabile und trotzdem leichte Bauweise.
| 650 Watt | 1000 bzw.
1200 Watt |
2000 bzw.
2500 Watt |
5000 Watt |
| zur Homepage | Dieser
Knopf geht nur mit dem Communicator
Im DIN A4 Hochformat drucken! |